Dürfen wir vorstellen? Camden!

Obwohl ich schon einige Male in London war, habe ich es nie nach Camden Town geschafft. Ein Fehler wie ich im vergangenen Oktober feststellen musste. Wie bereits im Blogbeitag zu London erwähnt, sind wir vom Kings Cross Bahnhof zu Fuß nach Camden Town gelaufen. Ich sag euch das war echt ein ganzes Stück.

In Camden Town angekommen, waren wir total begeistert. Wir liefen die Camden High Street, Richtung Camden Market, entlang. Schon auf dem Weg kamen wir an zahlreichen Straßenkünstlern, bunten, verrücktaussehenden Häuschen und zahllosen kleinen Cafes und Shoppingmöglichkeiten vorbei. Noch bevor wir den echten Camden Markt erreichten, liefen wir über einige kleinere Märkte, die sich ebenfalls so nannten. Dort bekam man vor allem günstige Kleidung (meist gefälschte Markenartikel), Handyzubehör und Modeschmuck. Uns haben diese Märkte nicht so gut gefallen, da sie nicht das wirkliche Camden Town wiederspiegelten, welches es eigentlich ist. Nämlich ein historisch wichtiger und alter Stadtteil, welcher schon immer Brutstätte für Musik und Kunst war. Vor allem Künstler aus dem „British Pop“ haben sich in den 1980er und 1990er Jahren hier zuhause gefühlt, aber auch andere Musikgenre sind hier angesiedelt. Und das merkt man auch, Camden ist ein bunter, junger, flippiger und kreativer Stadtteil, welcher nur von positiver Energie strotzt. An jeder Ecke findet man selbst hergestellte Waren. Jede freie Wand ist mit Straßenkunst verschönert worden, im Kontrast dazu reihen sich die spießig schönen Backsteinhäuser, die typisch für England sind, auf. Die Straßenkünstler, deren Klänge man überall hören (und teilweise besser sind als mancher Superstar) kann, geben diesem Stadtteil seinen einzigartigen Flair.

Das Ziel unseres Spaziergangs war der „Camden Market“. Als wir zum Eingang des Markts gelangten, waren wir noch im Glauben, dass es sich hier um einen netten, kleinen Markt handelt, auf dem man vor allem Handgemachtes, Vintage-Sachen, sowie Essen findet. Was uns dann aber erwartete, ließ uns staunen. Zugegeben wir hätten uns vorab auch über den Markt informieren können, aber das hatten wir bei unserer Reiseplanung verpasst. Umso größer war die Überraschung. Es erwartete uns ein riesiges Arial von alten Gebäuden und Hütten, Meter lange Korridore, kleine Straßen und Gassen, sowie kleine und größere Plätze, welche durch die besagten Straßen und Gassen zu erreichen waren. Die Gebäude waren meist mehrstöckig und jede Fläche wurde als Verkaufsfläche genutzt. Es war ein buntes treiben, Gerüche vom Essen aus aller Welt, Leder und muffig riechenden Textilien, begegneten uns. Schon als ich den Markt betrat wusste ich, dass ich ihn lieben werde und Marcel ging es auch so. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen versuchten systematisch vorzugehen, um wirklich alles zu sehen, gaben allerding unsere Bemühungen recht schnell auf, da der Markt, wie bereits gesagt, sehr verwinkelt ist. Einige Zeit schlenderten wir so über den Markt und ich muss euch sagen, ich hätte hier hunderte von Euros bzw. Pfund lassen können. Ich fand an jedem Stand etwas neues schönes Handgemachtes. Schmuck, ein tolles Lederbuch (welches wir als Fotoalbum nutzen wollten), eine Ledertasche und vieles mehr. Da wir aber im Low Budget Bereich reisen, ließen wir all diese Dinge da. Stattdessen aßen wir dort eine Kleinigkeit, setzen uns dabei in gemütliche Sonnenstühle und genossen die herbstliche kühle Sonne (du willst mehr zum Essen in London erfahren dann schau mal hier vorbei). Danach ging es zurück zum Ausgang, wobei wir noch an einer Fotobox hielten, wenigstens ein Andenken wollten wir von diesem unglaublichen Ort mitnehmen. So quetschen wir uns gemeinsam in die Fotobox und schossen noch einige Fotos, als Andenken. Danach ging es mit dem Bus nach Westminster.

Unser Fazit von Camden Town, ein absolutes Muss, bei einem Besuch in London! Dieser Stadtteil ist ein ganz besonderer, es repräsentiert die hippe, kreative und offene Seite Londons. Jeder findet hier etwas für sich und auch jeder hat hier Platz sich zu entfalten. Auch wenn Camden mittlerweile sehr touristisch ist, es überzeugt mit seinem außergewöhnlichen Charme, Extravaganz und Offenheit. Schaut auf jeden Fall mal vorbei.

 


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