Amsterdam

Vom 01. bis zum 03. Dezember haben wir Amsterdam einen Besuch abgestattet. Warum nicht dachte ich mir und habe Julia mit einem Trip nach Amsterdam überrascht. Von Köln aus sind wir mit dem Auto Freitags mittags los und waren nach ca. 3 Stunden da. Unsere beiden Backpacks waren natürlich nur halb bepackt, was braucht man auch schon für ein Wochenende in Amsterdam, neben den üblichen Sachen. Unsere wichtigsten Reiseutensilien waren diesmal unsere Mützen und Handschuhe, denn es war richtig kalt. Damit war zwar Anfang Dezember zu rechnen, jedoch hatte der Winter sich in Köln bis dahin nicht so stark gemeldet. Also dann, ab in die City, wir mussten mit der Bahn noch ca. 15 min bis in die Innenstadt Amsterdams fahren, da unser Hostel ein wenig außerhalb lag. Dies gestaltete sich jedoch sehr unproblematisch da wir zur Bahn nur 2 Minuten brauchten, wir mussten uns ein recht teures Ticket für 72 Stunden kaufen, dies kostete pro Person 33,50€!  Abends in der City  Amsterdams angekommen, haben wir uns erstmal den schön beleuchteten Hauptbahnhof angeschaut. Wir hatten Glück, da hier schon Anfang Dezember alles weihnachtlich geschmückt war. Abends sind wir dann noch etwas in der City herumgelaufen und haben uns das treiben auf den Hauptstraßen der Metropole angeschaut. Der erste Eindruck war sehr gemischt. Man sieht viele Touristen wild umherlaufen, welche sich an der Weihnachtsdekoration erfreuten, andererseits sieht man die ersten Niederländer Ihre Weihnachtseinkäufe tätigen und andere wiederum steuerten direkt auf die vielen Amsterdamer Coffeshops zu. Eins ist uns jedoch sofort aufgefallen. Amsterdam ist die Fahrradhauptstadt! Überall Fahrräder soweit das Auge reicht. Amsterdamer lieben ihre Fahrradwege und nutzen diese auch gerne aggressiv, Fussgänger werden hier nicht gerne gesehen. Eine Art Fahrrad-Parkhaus, direkt am Hauptbahnhof, bekräftigt diese liebe zu den Zweirädern. 

Erschöpft von der Anreise mit dem Auto und von den ersten Eindrücken der Stadt, sind wir zurück in unser Hostel gefahren. Wir hatten zwei Betten in einem 6er Dorm und trafen dort auf Emanuele unseren Zimmergenossen für die nächsten zwei Tage. Das Hostel war nur spärlich ausgebucht, deshalb waren wir in dem Raum für die Zeit nur zu dritt. Emanuele arbeitete eine Zeit lang in Amsterdam und kam aus Belgien. Er erzählte uns das es günstiger sei hier zu übernachten, als zu pendeln.

 

Am Samstag morgen hatten  wir ein günstiges Frühstück und aßen aus Köln mitgebrachte Schokoweckchen und tranken unsere Smoothies und dann ging es wieder mit der Bahn in die City. Wir hatten uns für einen schönen Spaziergang an den Grachten entschieden. Entlang der Grachten ist es super schön, man kann an den teilweise schiefen Häuser Amsterdams vorbei schlendern und die Stadt erkunden. Die Grachten sind wie ein Ring um Amsterdam und man kann den Kern der City entlang der Grachten entdecken. Da es noch immer  sehr kalt war, haben wir uns in einem kleinen alternativen Café  mit einem Kakao und Kaffee aufgewärmt und waren so begeistert, das später nochmals wiederkamen und dort zu Abend aßen.

Zwischenzeitlich waren wir noch im Sexmuseum, welches ihr direkt in der nähe des Hauptbahnhofes findet. Der Eintritt kostet 5€ und hat sich unserer Meinung nach nicht gelohnt. Wir dachten hier etwas geschichtliches zu erfahren, hier waren jedoch nur alte Bilder und Statuen zu finden. 

 

Nach dem Besuch im Museum haben wir noch einen Geheimtipp entdeckt, den Flohmarkt am Nieuwmarkt. Hier findet man von Second-Hand Kleidung bis zu antiken Möbeln alles. Wir haben hier eine günstige Fahrradklingel und ein Fahrradlicht für Julia geshoppt, da sie genauso wie die Amsterdamer, täglich mit Ihrem Drahtesel zur Uni fährt. 

 

Wir haben alles zu Fuß bewältigt, da die Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten Roms nicht zu weit sind. Somit sind wir auch zum Anne-Frank-Museum gegangen. Hier mussten wir feststellen, dass wir die Eintrittskarten lieber online bestellt hätten, da hier eine riesige Schlange darauf wartete in das Museum zu kommen. Wir entschieden uns dafür das wohl einzig wichtige Museum in Amsterdam auszulassen und gingen zurück in das besagt Café und aßen zu Abend.

Wir hatten zwei richtig gute Burger und Nachos. Das Café lädt zum verweilen ein, nicht nur weil  es alternative Produkte für Intoleranzen aller Welt anbietet, sondern weil es einfach gemütlich ist. 

 

Das Highlight war jedoch unsere gebuchte Grachtenfahrt am Abend. Zwischen dem 01.12 und 31.12. findet in Amsterdam das jährliche "Glowing Festival" statt. Hier kann man zu Fuß und bei einer Grachtenfahrt beleuchtete Projekte zur Weihnachtszeit entdecken. Der Preis ist recht hoch und liegt bei 19,50€ pro Person, lohnt sich aber.

 

Da wir alles von Amsterdam gesehen hatten und mit dem eigenen Auto sehr flexibel waren, fuhren wir spontan Abends noch nach Hause nach Köln und können Amsterdam für sowohl für einen Tagsausflug, als auch für ein Wochenendtrip empfehlen.

 

Wir kommen definitiv wieder!

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